Dienstag, 21. Dezember 2010

Die Blamage!

Wenig später saß ich ziemlich zerknirscht im Reisebus, der mich in meinen blamablen Untergang fahren sollte. Ich beschloss, lieber noch auf der Fahrt meine Lügen zu gestehen. Dann wäre die Blamage vor Ort nicht mehr ganz so groß. Mit hoch rotem Gesicht beichtete ich, dass ich noch nie im Leben Ski gefahren wäre und mir das alles nur ausgedacht hätte, um die anderen zu beeindrucken. Ich wurde somit natürlich zum Gespött des Urlaubs und durfte mir unzählige Witze auf meine Kosten anhören. Trotzdem war der Urlaub dann am Ende sogar recht schön und ich habe sogar ein wenig Skifahren gelernt.

Freitag, 17. Dezember 2010

Der Plan geht schief!

Dummerweise beschloss meine Freundin Sina, die Nacht vor der Abreise bei mir zu schlafen. „Dann können wir zusammen zum Reisebus gehen“, freute sie sich. Ich hätte sie am liebsten umgebracht. Ich packte also am Abend vor der vermeintlichen Abreise alles zusammen, was man für einen potentiellen Skiurlaub so gebraucht hätte. Um den Betrug wirklich echt aussehen zu lassen, hatte ich mir sogar extra die gesamte Skiausrüstung meiner Mutter geliehen. Sina plapperte den ganzen Abend davon, wie toll es werden würde und ich heuchelte mit zunehmender Genervtheit. Am nächsten Morgen hielt ich mir den Bauch und klagte über starke Migräne. Ich ging sogar extra auf die Toilette und mimte ein paar Kotzgeräusche. Meine verbohrte Freundin, die sich felsenfest in den Kopf gesetzt hatte, dass wir gemeinsam Skiurlaub machen würden, duldete diese Ausrede in keiner Weise. Sie hätte mich wahrscheinlich auch wenn ich tot gewesen wäre in einem Sarg mit zum Reisebus geschleppt.

Montag, 13. Dezember 2010

Skiurlaub geplant!

Wie gesagt, sollte ich diese prahlerischen Lügen noch bitter bereuen. Einer der Freunde kam nämlich einige Wochen später freudestrahlend in die Uni, weil er einen Skiurlaub für vier Personen gewonnen hatte und mich und zwei andere Freunde in eben diesen Skiurlaub mitnehmen wollte. Mir drehte sich der Magen um. Würde ich wirklich in diesen Skiurlaub mitkommen, wüssten alle, dass ich gelogen hatte, um mich zu profilieren. Das durfte unter gar keinen Umständen passieren. Außerdem hatte ich überhaupt keine Skiausrüstung, die aber für solch einen Skiurlaub von Nöten wäre. Ich heuchelte natürlich zunächst einmal Begeisterung für den Skiurlaub. Als ich einige Stunden später zu Hause war, überlegte ich fieberhaft mit welcher Ausrede ich dem Skiurlaub entkommen konnte. Eine Familienfeier wäre gut, aber die gab es zu dieser Zeit natürlich nicht. Krankheit wäre natürlich auch eine Option, wobei das doch stark nach Ausrede klingen würde. Mir fiel aber wirklich nichts Besseres ein und so beschloss ich am Tag der Abreise den sterbenden Schwan zu spielen. Fest stand jedenfalls, dass ich unter keinen Umständen in diesen Skiurlaub mitfahren konnte. Das einzige, was ich nämlich beherrschen würde, wäre das Feiern der sagenumwobenen Apres-Ski-Partys und das war nach meinem übertriebenen Geprahle natürlich absolut zu wenig.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Große Töne!

Letztens in der Uni unterhielt ich mich mit meinen Freunden über Winterurlaube. Sie waren alle begeisterte Skifahrer und schwärmten von dem tollen Gefühl, dass man beim Skifahren hätte. Ich schien die Einzige zu sein, die noch nie im Leben auf Skiern gestanden hatte. Ich wollte mir natürlich nicht die Blöße geben. Was sollten die anderen denn von mir denken. Also erzählte ich großspurig von unzähligen (fiktiven) Skiurlauben, die ich bereits gemacht hätte und wie gut ich doch Skifahren könnte. Zu dem Zeitpunkt konnte ich natürlich nicht ahnen, dass mir meine Unehrlichkeit diesbezüglich noch sehr Leid tun würde. Ich genoss es einfach, dazu zu gehören und profilierte mich eben ein wenig. Es war vielleicht wirklich ein wenig übertrieben, den anderen zu erzählen, dass ich auch schon die großen Skisprung-Schanzen hinunter gebraust wäre. Sie bewunderten mich aber alle für meine angeblichen Ski Künste und das ist doch immer wieder ein schönes Gefühl.